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18.01.2010, 19:30 Uhr

Schatz aus der Tiefe in Kooperation mit Auto-News

Also wird der Bugatti im nahe gelegenen See versenkt. Damit er später leichter wieder geborgen werden kann, befestigt man ihn an einer schweren Eisenkette. Diese rostet aber mit der Zeit durch und der Wagen rutscht unter Wasser auf die endgültige Tiefe von 53 Meter.

Entdeckung in den 60ern

Am 18. August 1967 entdeckt Ugo Pillon vom örtlichen Tauchklub den Wagen auf dem Grund des Lago Maggiore. Der Bugatti liegt auf seiner linken Seite und ist teilweise im Schlamm begraben. Die nicht vom Schlamm bedeckten Teile des Fahrzeugs haben stark unter dem 73-jährigen Aufenthalt im Wasser gelitten.

Die Eisenteile sind schlicht weggerostet. Bauteile aus Holz, Aluminium, Messing und Gummi haben die Zeit deutlich besser überstanden. Nach seiner Entdeckung wurde der See-Bugatti zu einem beliebten Tauchziel bei den Mitgliedern des Tauchklubs. Der Entschluss, den Wagen dann schließlich heben zu lassen, hat einen ernsten Hintergrund.

Versteigerung für eine Stiftung

Im Februar 2008 wurde Damiano Tamagni von drei Jugendlichen angegriffen und so schwer verwundet, dass er kurze Zeit später seinen Verletzungen erlag. Damiano und sein Vater Maurizio waren Mitglieder im Ascona-Tauchklub (Centro Sport Subacquei Salvataggio Ascona, CSSS). Dort entschloss man sich, den Bugatti bergen und dann versteigern zu lassen. Der Erlös soll einer neu gegründeten "Stiftung gegen Jugendgewalt" zugute kommen.

Die Stiftung wurde nach dem verstorbenen Damiano benannt, heißt also "Fondazione Damiano Tamagni". Am 23. Januar 2010 wird der Bugatti vom renommierten englischen Auktionshaus Bonhams in Paris zusammen mit vielen anderen seltenen Oldtimern versteigert.

Bonhams geht davon aus, dass der Wagen (Los-Nummer 250) für 70.000 bis 90.000 Euro versteigert wird. Nur zirka 20 Prozent des Bugatti sind laut Bonhams wiederverwendbar. Den Wagen als Kopie neu zu bauen, würde wohl die gleichen Kosten wie eine vollständige Restaurierung verschlingen. Aber was mit dem Bugatti geschieht, liegt ohnehin im Ermessen des zukünftigen Eigentümers. Zumindest die Ansprüche des schweizerischen Zolls müssten inzwischen verjährt sein.

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31 Meinungen zu "Schatz aus der Tiefe"

  • Nordlicht1
    Dienstag, 19.01.2010, 17:04 Uhr
    Diese alten Autos haben noch Charakter!! OK in diesem Zustand ganz besonders ;o)... aber die Geschichte hierzu haucht dem Ganzen doch Leben ein. Hoffentlich kommt bei der Auktion richtig viel Kohle für den guten Zweck zusammen und das Auto entweder back to the Roots oder aber zu echten Liebhabern alter Autos.
  • DerChecker
    Dienstag, 19.01.2010, 08:22 Uhr
    Manche verstehen nicht das diese alten Autos Kunstwerke sind...
  • FerdinandUnmann
    Montag, 18.01.2010, 17:10 Uhr
    Bugattis waren nicht immer teuer. Das erinnert mich an das Buch des Schweizer Autohändlers Rob de la Rive Box, der Ende der sechziger Jahre einen ganzen Eisenbahnzug voll Bugattis ge- und verkauft hat. Und die waren fahrbereit. Damals gabs auch Ferraris aus den Fünfzigern für ca. 10000 DM. Heute kostet der gleiche eine Million.
  • JackFoster
    Montag, 18.01.2010, 15:40 Uhr
    1. @Athenaia: Lies den Text doch bitte nochmal, das Teil sollte 1936 verschrottet werden, lange bevor es zu diesem "Einzelstück" wurde. 2. Entweder sind die Schweizer hier wieder extrem Geldgeil oder der Bugatti war doch nichts besonderes, wie kommt es sonst das die Zollgebühr höher ist als der Wert des Autos ?
  • kurvenschneider
    Montag, 18.01.2010, 15:23 Uhr
    Cool, genau so in dem Zustand, in dem er sich befindet in ein Automuseum stellen. Hat was.
  • Issomad
    Montag, 18.01.2010, 15:13 Uhr
    ich glaube nicht, dass der Wagen noch über den TÜV kommt ;)
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