Schatz aus der Tiefe
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73 Jahre nach seiner Versenkung wird er wieder ans Tageslicht zurückgeholt, jetzt soll er versteigert werden.
Den Zoll geprellt
Wie kam der Wagen in den See? Am 11. April 1925 wird der Bugatti mit der Chassis-Nummer 2461 auf einen Herrn Georges Paiva aus dem französischen Nancy registriert. Anfang 1930 kauft Georges Nielly aus Paris das Fahrzeug. Alle folgenden Geschehnisse sind zwar sehr wahrscheinlich, aber nicht vollständig gesichert.
Anscheinend hat Marco Schmuklerski, ein in Zürich geborgener Architekt mit polnischen Wurzeln, den Wagen als Nächster gekauft. Schmuklerski wohnte zwischen 1933 und 1936 im schweizerischen Ascona am Lago Maggiore. Entweder hat er dort den Bugatti von einem französischen Touristen übernommen oder direkt von Georges Nielly in Paris, wo Schmuklerski die Beaux-Art-Schule besuchte.
Jedenfalls fuhr Schmuklerski den Wagen in der Schweiz, ohne je Einfuhrzoll zu bezahlen. Bis heute hat das Fahrzeug sein teilweise erhaltenes französisches Nummernschild. Und in Sachen Zoll versteht man auch in der Schweiz der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts keinen Spaß.
Zerstören
Marco Schmuklerski verlässt 1936 Ascona und lässt den Bugatti bei einem lokalen Bauunternehmer zurück. Wem der Wagen zu dieser Zeit gehört ist, ist nicht bekannt. Aber das örtliche Zoll-Büro weiß von der Existenz des Fahrzeugs und fordert jetzt die Zahlung der Einfuhrgebühren.
Der Bugatti ist elf Jahre alt und nicht mehr im besten Zustand, sodass die fällige Summe den Zeitwert des Wagens übersteigt. Für den Fall der Nichtzahlung von Zollgebühren sehen die Vorschriften eine klare Lösung vor: die Zerstörung der unberechtigt zollfrei eingeführten Sache.
31 Meinungen zu "Schatz aus der Tiefe"
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Nordlicht1
Dienstag, 19.01.2010, 17:04 Uhr Diese alten Autos haben noch Charakter!! OK in diesem Zustand ganz besonders ;o)... aber die Geschichte hierzu haucht dem Ganzen doch Leben ein. Hoffentlich kommt bei der Auktion richtig viel Kohle für den guten Zweck zusammen und das Auto entweder back to the Roots oder aber zu echten Liebhabern alter Autos. -
DerChecker
Dienstag, 19.01.2010, 08:22 Uhr Manche verstehen nicht das diese alten Autos Kunstwerke sind... -
FerdinandUnmann
Montag, 18.01.2010, 17:10 Uhr Bugattis waren nicht immer teuer. Das erinnert mich an das Buch des Schweizer Autohändlers Rob de la Rive Box, der Ende der sechziger Jahre einen ganzen Eisenbahnzug voll Bugattis ge- und verkauft hat. Und die waren fahrbereit. Damals gabs auch Ferraris aus den Fünfzigern für ca. 10000 DM. Heute kostet der gleiche eine Million. -
JackFoster
Montag, 18.01.2010, 15:40 Uhr 1. @Athenaia: Lies den Text doch bitte nochmal, das Teil sollte 1936 verschrottet werden, lange bevor es zu diesem "Einzelstück" wurde. 2. Entweder sind die Schweizer hier wieder extrem Geldgeil oder der Bugatti war doch nichts besonderes, wie kommt es sonst das die Zollgebühr höher ist als der Wert des Autos ? -
kurvenschneider
Montag, 18.01.2010, 15:23 Uhr Cool, genau so in dem Zustand, in dem er sich befindet in ein Automuseum stellen. Hat was. -
Issomad
Montag, 18.01.2010, 15:13 Uhr ich glaube nicht, dass der Wagen noch über den TÜV kommt ;)
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