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02.11.2009, 11:30 Uhr

Die erste E-Klasse feiert im Jahr 2009 silbernes Jubiläum in Kooperation mit Auto-News

Stuttgart - Noch heute sieht man die Mercedes-Baureihe W 124 im Einsatz: Sei es als Taxi, Coupé in Liebhaberhand oder gepflegtes Cabrio. Kaum zu glauben, dass die spätere E-Klasse bereits 25 Jahre alt wird. Dabei war der Stern-Träger besonders am Anfang seiner Karriere nicht unumstritten.

Durchdachte Linienführung

Erstmals offiziell vorgestellt wird der W 124 Ende November 1984 im spanischen Sevilla. Dort zeigt Mercedes die neue Limousine der oberen Mittelklasse. Die Motorenpalette reicht zunächst vom 200 D mit vier Zylindern und mageren 72 PS bis zum 300 E mit sechs Zylindern und 179 PS.

In Design und Technik übernimmt die Baureihe Elemente des zwei Jahre zuvor präsentierten 190. So wurde das Design betont windschlüpfrig gestaltet, mit einem cW-Wert von bis zu 0,29 unterbietet der neue Benz seinen Vorgänger W 123 deutlich.

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Doch im Gegensatz zu diesem ist der 124er betont nüchtern und funktional gestaltet. Große Plastikstoßfänger und kein Chrom: ein Schock für die Traditionalisten. In die Kritik gerät auch der hubgesteuerte Einarm-Scheibenwischer, der zwar 86 Prozent der Frontscheibe säubert, aber zu Schlierenbildung neigt.

Noch härter treffen Mercedes jedoch die Proteste erzürnter Taxifahrer, die Qualitätsmängel beanstanden. Diese Startschwierigkeiten bekommt man schnell jedoch in den Griff, zügig geht es an den Ausbau der Modellpalette.

Nie dagewesene Variantenvielfalt

Auf der IAA steht im September 1985 in Frankfurt das T-Modell, welches viele Fans für den schönsten Mercedes-Kombi aller Zeiten halten. Ab September 1986 zählt der Katalysator in allen W 124 zur Serienausstattung. Auf dem Genfer Salon im März 1987 debütiert das Coupé, welches zunächst nur als 230 CE und 300 CE angeboten wird, einen Diesel gibt es für den Zweitürer nie. Durch eine Veränderung der Bodengruppe wird der Radstand um 8,5 Zentimeter verkürzt.

Erstmals gibt es zudem ein Allradsystem in einer Mercedes-Limousine zu kaufen. Für immense 12.000 Mark extra ist der automatisch zuschaltende Vierradantrieb 4matic an Bord. Wie schon beim Vorgänger liefert Mercedes auch beim W 124 Fahrgestelle mit Teilkarosserie an Aufbauhersteller. Dort entstehen unter anderem Bestattungsfahrzeuge und Krankenwagen. Ab 1989 bietet Mercedes selbst den vielleicht skurrilsten W 124 an: eine sechstürige Limousine mit 80 Zentimeter mehr Radstand.

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