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25.06.2009, 15:30 Uhr

Ein Charakterdarsteller feiert Bühnenjubiläum in Kooperation mit Auto-News

Graz (Österreich), 23. Juni 2009 - Globetrotter, Papst-Bodyguard, Rennwagen, Soldat und, wenngleich meist unfreiwillig, auch Bösewicht: Die Rollen, die das Mercedes G-Modell während seiner langen Karriere übernommen hat, sind vielfältig.

Jetzt feiert der Konzern den 30. Geburtstag des kantigen Dauerbrenners, der damit das am längsten gebaute Serienmodell mit Stern ist. Meine letzte Begegnung mit dem G-Modell fand noch zu Bundeswehr-Zeiten statt, sodass ich mich mit einem leicht mulmigen Gefühl auf einem Parkplatz am Wiener Flughafen befinde. Dort stehen fein säuberlich aufgereiht diverse Versionen des G, die in ihrer Optik kaum mehr an den Kommiss erinnern.

Meine Wahl fällt auf einen langen G 320 CDI. Ein Diesel macht im G durchaus Sinn, schließlich ist der cW-Wert mit 0,54 aus moderner Sicht eher suboptimal. Der erste Eindruck: Mann, ist der aber kantig. Doch die Form bietet Vorteile: Bei der Entwicklung des G hieß es, dass in jeder Ecke der Welt ein halbwegs begabter Dorfschmied in der Lage sein sollte, Ersatzbleche anzufertigen. Klar, das geht bei glatten, eckigen Formen einfacher. Netter Nebenaspekt: Der G besitzt eine unverwechselbare Form, die ihn aus der breiten SUV-Masse heraushebt. Ich besteige das Fahrzeug und throne erhaben vor einem noblen Armaturenbrett. Abgesehen von der Sitzposition erinnert im Inneren nur wenig an einen rustikalen Geländewagen.

Den Umstand, dass das G-Konzept bereits 30 Jahre alt ist, nimmt man keineswegs als Nachteil, ganz im Gegenteil. Im G ist das Armaturenbrett wirklich noch als solches zu bezeichnen und keine moderne Plastikwüste von enormen Ausmaßen. So können selbst lange Fahrer ihre Beine ohne Verrenkungen unterbringen, zumal die Mittelkonsole recht schmal ist. Ein weiterer Pluspunkt: Die Übersicht nach vorne ist optimal.

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Man sitzt nahe an der planen Frontscheibe, die Blinkergehäuse sitzen an den Enden der geraden Haube und zeigen an, wo der G aufhört. Nach hinten ist die Sicht jedoch durch die Reserveradabdeckung und das recht kleine Heckfenster eingeschränkt. Mercedes beschenkt den Allrad-Jubilar mit diversen Modifikationen: Hierzu zählen eine neue Sitzanlage, ein AUX-Anschluss im Handschuhfach und auf Wunsch sogar einen Anschluss für den iPod.

Zudem gibt es gegen Aufpreis neue Farben und Holzzierteile. Motorenseitig ändert sich nichts, der 224 PS starke G 320 CDI wird in G 350 CDI umgetauft. Bei den Benzinern stehen unverändert der G 500 mit 388 PS und der G 55 AMG mit 507 PS zur Verfügung.

Zur Übersicht: Auto
  • klangkonzepte68
    Samstag, 27.06.2009, 12:24 Uhr
    Qualität setzt sich durch , fraglich nur warum Mercedes soo nach gelassen hat .
  • klangkonzepte68
    Samstag, 27.06.2009, 12:23 Uhr
    30 Jahre G-friertruhe , ich war bei der Vorstellung dabei , die war imposant und zwekmäßig veranstaltet
  • DerChecker
    Freitag, 26.06.2009, 13:20 Uhr
    Die G-Klasse ist so ziemlich der letzte echte Mercedes. Ein Auto das an Qualität und Ausdauer kaum zu überbieten ist. Bei der G-Klasse kommt auch nur "ausgereifte" Elektronik ins Programm.
  • Mossi
    Freitag, 26.06.2009, 11:29 Uhr
    Schön, daß es Fahrzeuge gibt die die Jahre überdauern. Die es trotz Sicherheits- und Umwelthysterie schaffen, ihren Charakter fast unverändert über 30 Jahre zu behalten. Das schaffen nur ganz wenige. Z.B. Land Rover. Oder Lada Niva. Oder UAZ-Hunter. Diese Autos sind im übrigen, die "echten Umweltaustos" Denn die meisten G-Modelle der ersten Jahre fahren heute immer noch. Stichwort "Umweltbilanz! Mir gefällt das Jubiläumsmodell. Zeigt es doch den betuchten Lifestylejunkies mit wie wenig "Spielkram" ein Auto auskommen kann. Hoffentlich bekommt keiner einen Muskelkater beim Herunterdrehen der Scheibe. (Achtung Geschäftsidee: Special Workouts for Classic- Cardrivers ;-)

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