Wunder unter dem Mikroskop: Diese kunstvollen Bilder räumen beim Wettbewerb "Small World" ab.

Embryonen der Roten Samtfledermaus: Seit 1974 existiert der Wettbewerb "Nikon Small World", bei dem Nikon außergewöhnliche Mikroskopaufnahmen prämiert. In dieser Fotostrecke sehen Sie die Top 20 des diesjährigen Wettbewerbs. Auf den 20. Platz hat es dieses recht gruselige Embryonen-Bild geschafft. Abgebildet sind drei Föten der Roten Samtfledermaus (Molossus rufus).
Knoblauch einmal anders: Dr. Somayeh Naghiloo hat in diesem Bild die erste erkennbare Entwicklungsphase der Blätter einer Knoblauchpflanze (Allium sativum) sichtbar gemacht. Er bekommt dafür den 19. Platz.
Kunstvoller Korallensand: Was aussieht wie abstrakte Malerei, ist in Wirklichkeit eine 100fache Vergrößerung von Korallensand. Dieses Kunstwerk schuf der Brite Dr. David Maitland und erzielt damit Platz 18.
Eine brennende Angelegenheit: Eine Pipette? Mitnichten! Auf diesem Foto ist das Brennhaar einer Brennnessel abgebildet. Es beschert dem Fotografen Charles Krebs aus den USA Platz 17.
Ein Achat als Zeuge der Geschichte: Platz 16 belegt diese Aufnahme von versteinerten Fossilien. Verewigt sind in diesem Achat Exemplare der ausgestorbenen Schneckenart Elimia tenera und Muschelkrebse.
Bein eines Marienkäfers: Andrea Genre aus Turin schaffte es gerade noch unter die Top 15. Das Bild zeigt die 10fache Vergrößerung eines Schnitts durch ein Marienkäferbein.
Furchteinflößende Wüstenrose: Hier reißt kein furchteinflößendes Tier sein Maul auf. Dargestellt ist vielmehr der Stempel einer Wüstenrose (Adenium obesum). Der Stempel ist das weibliche Geschlechtsorgan von Pflanzen. Das Mikroskopbild ist der Jury Platz 14 wert.
Wimpertierchen samt Mahlzeit: Platz 13 zeigt zwei Wimpertierchen (Sonderia sp.). Dank der 100fachen Vergrößerung ist auch klar erkennbar, was sie gegessen haben: Algen, Cyanobakterien und Kieselalgen.
Bildung von Lymphgefäßen: Geradezu überirdisch erscheint diese 200fach vergrößerte 3D-Aufnahme, auf der man die Bildung von Lymphgefäßen bewundern kann. Sie keimen hier ausgehend von der grünen Kugel in der Mitte des Bildes. Dafür gibt es den 12. Platz.
Darm einer Taufliegenlarve: Knapp an den Top 10 verbeigeschrammt ist Jessica von Stetina mit ihrem angefärbten Schnitt durch den Darm einer Taufliegenlarve (Drosophila melanogaster).
Prämierter Schlangenstern: Auf dem 10. Platz steht diese achtfache Vergrößerung eines Schlangensterns, die Dr. Alvaro Migotto von der Universität von São Paulo eingereicht hat.
Fürsorgliche Ameise : Einblick in die Welt einer Ameise gibt das Bild auf dem 9. Platz. Es zeigt eine Ameise der Gattung Myrmica sp., die trotz mächtiger Mundwerkzeuge behutsam eine Larve trägt.
Larve einer Seestachelbeere: Auf den 8. Platz hat es ein Deutscher geschafft. Auf Gerd Guenthers Foto sieht man Teile der Larve einer Seestachelbeere (Pleurobrachia sp.). Die Larve ist hier 500fach vergrößert.
Herziges Augenorgan einer Taufliegenlarve: Wie hübsch, ein buntes Herz! Nicht ganz: Hier ist das Augenorgan einer Taufliegenlarve dargestellt, 60mal vergrößert. Das herzige Bild wird mit Platz 7 belohnt.
Edle Zieralge : Dieses Gebilde erinnert an einen Edelstein. Es handelt sich aber um etwas ganz anderes: einen Vertreter der Zieralgen-Gattung Cosmarium in 100facher Vergrößerung. Für das schillernde Naturwunder gibt es Platz 6.
Kakoxen, ein seltenes Mineral: Zu den Top 5 gehört dieses Bild von seltsam anmutenden Kugeln. Es handelt sich um Aggregate des seltenen Minerals Kakoxen.
Außerirdische Taufliege: Landet hier ein Raumschiff? Nicht wirklich: Hier ist nochmal eine Aufnahme einer Taufliege zu sehen. Diesmal geht es um die Entwicklung der Sehorgane. Die noch unfertige Netzhaut ist in Gold eingefärbt, die Nervenzellen der Fotorezeptoren in Blau und das Gehirn in Grün. Dafür gibt es den 4. Platz.
Gar nicht so schön, wie es wirkt: Was ästhetisch aussieht, kann in Wirklichkeit ganz schön schlecht sein. Das beweist das Bild auf dem 3. Platz: Das hübsch gefärbte Gebilde ist ein Knochentumor.
Haarige Jugendliche: Die Aufnahme dieser haarigen Spinnenjungtiere hat Fotograf Walter Piorkowski den 2. Platz des Wettbewerbs eingebracht.