Spektakuläre und faszinierende Aufnahmen aus dem Weltraum.

Mond-Durchgang: Das "Solar Dynamics Observatory" knipste Ende Juli 2014 diese Aufnahme eines Mond-Durchgangs. Zwei Mal pro Jahr kann der Satellit aufzeichnen, wie sich der Erdtrabant vor die Sonne schiebt. Weil der Mond keine Atmosphäre hat, ist unser Heimatstern und seine explosive Oberfläche besonders gut zu sehen.
Galaktische Pyrotechnik: Über 23 Millionen Lichtjahre entfernt spielt sich ein gigantisches Feuerwerk ab: Die Spiral-Galaxie NGC 4258 sprüht gerade so vor Energie. Anstatt explodierender Raketen oder Böller spielen hier aber ein schwarzes Loch, Schockwellen und ein riesiger Gasvorrat die Hauptrollen.
Eiförmiger Ring im Sternennebel NGC 7538: Dem Herschel-Weltraumteleskop der ESA ist eine spektakuläre Aufnahme der Gas-Staub-Wolke NGC 7538 gelungen. Rechts oberhalb der Mitte ist ein eiförmiger Ring zu erkennen, den sich die Forscher bisher nicht erklären können. Solche Gebilde entstehen üblicherweise durch eine Supernova-Explosion. Aber in der Nähe des Ringes ist kein auslösender Stern zu erkennen. Die Astrophysiker vermuten, dass sich die verantwortliche Energiequelle schon weit von der Blase entfernt hat.
Inmitten des Flammennebels: Dieses Flammenmeer am Himmel heißt eigentlich NGC 2024 und ist ein Emissionsnebel im Sternbild Orion. Nach neusten Erkenntnissen sollen die Sterne im Zentrum jünger sein als die Sterne in den äußeren Bereichen. Diese Theorie widerspricht der früheren Vorstellung, dass sich Sternennebel von innen nach außen bilden und eigentlich die zentralen Sterne die ältesten sein sollten.
Kaulquappe schwimmt im Weltall: Eine Sternengeburt ist ein faszinierendes Ereignis im Weltall und liefert auch immer spektakuläre Bilder. Das "Hubble"-Teleskop hat solch eine Geburt festgehalten. Diese blaue, auf den Namen "Tadpole" (Kaulquappe) getaufte Ansammlung von Gasen und Sternenstaub erschafft einen Protostern - einer der ersten Schritte einer Sternengeburt. In unserer Bildergalerie sehen Sie weitere, spektakuläre Bilder aus dem All.
Sternenfabrik Affenkopf-Nebel: Den Tag der Astronomie feiern wir mit einer Infrarot-Aufnahme des Affenkopf-Nebels, der 6.400 Lichtjahre entfernt ist. In einem bestimmten Blickwinkel hat dieser Emissionsnebel im Sternbild Orion Ähnlichkeiten mit dem Kopf eines Makakenaffen. Das Bild des Hubble-Teleskops zeigt jedoch nur einen Ausschnitt des Gebildes.
Glorie-Regenbogen auf der Venus: Das ist das allererste Foto eines Glorie-Regenbogens außerhalb der Erde. Während gewöhnliche Regenbögen nur vom Boden aus zu bewundern sind, kann man diese Art auch vom Weltall beobachten. Das ringförmige Naturwunder entsteht einer Theorie zufolge dadurch, dass Licht in die Wolkentröpfchen eindringt und sie im gleichen Winkel wieder verlässt. Die Glorie, auch Heiligenschein genannt, ist zudem nur dann sichtbar, wenn der Betrachter sich genau zwischen der Sonne und dem Zentrum des Phänomens befindet.
Blauer Krater auf dem Mars: Die Nasa hat auf dem Mars ein blaues Loch mit einem Durchmesser von 30 Metern entdeckt. Der Krater muss laut der Weltraumbehörde zwischen Juli 2010 und Mai 2012 entstanden sein. Die blaue Farbe auf dem sonst "Roten Planten" wird durch tiefere Gesteinsschichten verursacht, die ein Asteroid durch den Einschlag an die Oberfläche gewirbelt hat.
Mächtiges Schwarzes Loch verhindert Sternengeburt: Astronomen haben eines der gewaltigsten Schwarzen Löcher entdeckt. Es liegt ungefähr 3,9 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Wieviel Masse es besitzt, wissen die Forscher zwar noch nicht. Klar ist aber: Es ist so stark, dass es die Geburt von Billionen Sternen in der heißen Gaswolke (in lila) um das Schwarze Loch verhindert.
Die mysteriöse "Hand Gottes": Sehen auch Sie die Finger? Was man für die Röntgenaufnahme einer Hand halten könnte, ist in Wirklichkeit ein 17.000 Lichtjahre entfernter Röntgennebel. Um den weißen "Fleck" in diesem Bild herum befindet sich der so genannte Pulsar PSR B1509-58, der für Augen unsichtbare Überrest einer Sternenexplosion. Er dreht sich sieben Mal pro Sekunde um sich selbst und treibt so einen sehr starken Elektronen- und Ionenwind an, der mit Material interagiert, das der Stern ausgestoßen hatte. Das sorgt für die geisterhafte Hand.
Ein feuriges Drama von Geburt und Tod: Im Drachenkopfnebel, einer aus Gaswolken bestehenden Region, treffen sterbende und neu geborene Sterne aufeinander. Rechts leuchten die Wolken aufgrund der starken Strahlung junger Sterne. Die Struktur links im Bild entsteht hingegen durch Sternentod, der durch eine Supernova ausgelöst wird.
Gammastrahlenausbruch GRB130427A - ein Monster im All: Ein Forscherteam hat die bislang hellste, höchstenergetische und am längsten andauernde Explosion im Weltall beobachtet. Das Bild zeigt, wie der sogenannte Gammastrahlenausbruch GRB130427A ausgesehen haben könnte. Astronomen sind sich nach wie vor unsicher, wie diese rätselhaften Blitze entstehen. Wahrscheinlich handelt es sich um massereiche Sterne, die zu Schwarzen Löchern kollabieren.
Es "spukt" im Bumerangnebel: Der Bumerangnebel ist mit minus 272 Grad Celsius der kälteste bisher bekannte Ort im Universum. Forscher haben nun mit Hilfe des Superteleskops "Alma" seine Form genauer ermittelt und festgestellt: Der Nebel sieht aus wie ein kosmisches Gespenst!
PN Hb 12 ist eine galaktische Sanduhr: Zum Ende ihrer Entwicklung bilden Sterne so genannte Planetarische Nebel, indem sie ihre äußeren Schichten aus Gas und Plasma in die Atmosphäre abstoßen. Manchmal entsteht dabei die Form einer Sanduhr. Hubble ist diese fantastische Aufnahme eines solchen Nebels im Sternbild Cassiopeia gelungen.
Sternentstehungen sind erstaunlich energiereich: Von neugeborenen Sternen strömt Material aus, das leuchtet, wenn es auf das umliegende Gas trifft. Auf dieser neue Aufnahme des Teleskops "Alma" sind zwei solcher Materie-Jets zu sehen. Astronomen erkannten anhand der neuen Daten, dass diese Jets viel schneller und damit energiereicher sind als bisher gedacht. Das Material erreicht Geschwindigkeiten von bis zu einer Million Kilometern pro Stunde.
Ein Loch in der Sonnenkorona: Das Weltraumobservatorium SOHO hat dieses Bild eines gigantischen koronalen Lochs geschossen, das sich über dem Nordpol der Sonne ausgebildet hat. Das Phänomen ist zwar nicht besonders selten, aber dennoch jedes Mal aufs Neue beeindruckend. Ein koronales Loch ist eine Region in der äußersten Schicht der Sonnen-Atmosphäre, die dunkler erscheint als die Umgebung. Darin ist es auch kälter und die Dichte ist geringer. Sonnenwinde haben dort ihren Ursprung.
Geburt eines Monstersterns (Illustration): 11.000 Lichtjahre von der Erde entfernt haben Forscher den größten Protostern entdeckt, der jemals in der Milchstraße beobachtet wurde. Das Schwergewicht ist noch im Wachstum - es frisst hungrig Material aus seiner Umgebung auf. Letztlich wird aus ihm wohl ein Monsterstern mit einhundertfacher Sonnenmasse entstehen.
Oberfläche der Venus: So wild geht es auf der Oberfläche der Venus zu: Diese riesigen Blubberblasen aus Magma haben einen Durchmesser von bis zu 25 Kilometern. Die Computer-Rekonstruktion der Oberfläche des Planeten zeigt: Die Venus ist ein ganz schön unwirtlicher Planet - kein Wunder, bei Temperaturen von bis zu 500 Grad Celsius.
Mystische Kometenfabrik um den Stern Oph-IRS 48 : Diese künstlerische Darstellung zeigt eine Staubfalle. Solch eine Region um einen jungen Stern ist ein sicherer Hafen für Staubpartikel. Darin klumpen sie zu größeren Objekten zusammen, aus denen schließlich Kometen oder Planeten werden. Im Juni 2013 veröffentlichten Forscher erstmals Beobachtungen, die die Existenz von Staubfallen belegen.
Sternentstehung im Orionnebel: Dieses Bild kosmischer Wolken im Sternbild Orion offenbart etwas, das wie ein feuriges Band am Himmel aussieht. Das orange-rote Glimmen stammt von kaltem interstellarem Staub. Dieses Leuchten im Submillimeterbereich wurde mit einer Aufnahme der Region im sichtbaren Licht überlagert.