Ob Farbe, Goldbär oder Stofftier: Versucht ein anderes Unternehmen, aus einer Marke Profit zu schlagen, trifft man sich im Gerichtssaal.

Helene Fischer im DFB-Trikot: Gilt der Markenschutz für den stilisierten Bundesadler auf dem aktuellen Weltmeister-Trikot? Diese Frage müssen DFB und die Supermarktkette Real klären. Der Fußballbund hatte es dem Handelsriesen untersagt, Trikots mit einem abgewandelten Adler zu vertreiben, Real will die Markenrechte für das Emblem aufheben lassen. Ausgang vor Gericht: ungewiss.
Goldener "Lindt-Teddy" gegen den "Goldbären": Der Kampf um das Recht auf den Goldbären ist vorerst entschieden. Die Schweizer Firma Lindt darf ihren Schokoladenteddybären in der jetzigen Form nicht weiter vertreiben. Die Berufung der Schoko-Spezialisten beim Oberlandesgericht verlief damit erfolglos. Der Goldteddy von Lindt erinnere zu sehr an die Gummibären von Haribo.
Ist die charakteristische Form der Capri-Sonne-Trinkbeutel einzigartig und schützenswert? Das Landgericht Braunschweig entschied sich Ende 2013 dafür. Capri-Sonne-Konkurrent Riha Wesergold will diese Entscheidung nicht hinnehmen und legt jetzt Berufung ein.
"Knopf im Ohr" ist keine Marke: Plüschtierhersteller Steiff ist sauer auf die Richter des Europäischen Gerichtshofs. Der Traditionsbetrieb kann nicht für sich allein das Recht beanspruchen, bei seinen Teddys und Tieren mitten im Ohr einen Metallknopf oder ein Stofffähnchen anzubringen. Das entschied das EU-Gericht Mitte Januar 2014.
Peek & Cloppenburg gegen Peek & Cloppenburg: Seit 102 Jahren gibt es in Deutschland zwei Bekleidungshäuser mit dem Namen Peek & Cloppenburg. Im Januar 2013 hat sich das Düsseldorfer Mutterhaus vor Gericht gegen das gleichnamige Hamburger Unternehmen durchgesetzt. P&C West aus Düsseldorf darf in Zukunft deutschlandweit werben.
Der Fall "Duff Beer" gegen "Duff Beer": Homer Simpsons Lieblingsbier beschäftigte Anfang Dezember 2012 den deutschen Bundesgerichtshof. Gleich zwei Unternehmen beanspruchten die Marke "Duff Beer" für sich. Die Richter entschieden, beide Versionen zuzulassen, da sich die beiden Warenzeichen grafisch stark voneinander unterscheiden.
"GoYellow" gegen "Yello Strom": Ende Mai 2006 drohte dem Online-Branchendienst "Go Yellow" das Aus: Das Landgericht München sah trotz der unterschiedlichen Branchenzugehörigkeit eine wettbewerbswidrige Rufausbeutung des Energieunternehmens "Yello Strom". Doch das Oberlandesgericht hob das Urteil wieder auf, die Richter sahen keine hinreichende Verwechslungsgefahr.