Heute Nacht kommt der Nikolaus zu vielen Kindern und steckt ihnen Lebkuchen, Orangen, Nüsse und sicher auch einen Schokonikolaus in den Stiefel. Dem lustigen Gesellen sieht man außen leider nicht an, ob er innen schmeckt. Deshalb haben wir hier in der Redaktion die Schokomänner getestet.

An einem Montag morgen im Advent versammelten wir uns, fünf schokoaufgeschlossene Redakteure um die Testpersonen genauer unter die Lupe zu nehmen. Ausgestattet mit Testbögen und den bereits ausgezogenen und zerteilten Kandidaten machten wir uns an die ausnahmsweise sehr süße Arbeit. Dabei stellte sich ziemlich schnell heraus, dass der Geschmack zwischen den vier Frauen und dem einzigen männlichen Tester doch recht unterschiedlich ist.

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen unsere Favoriten und die Verlierer vor.

Platz 7: Der Nikolo

Schokonikolaus: Groß, schön - aber leider nicht besonders lecker: der Nikolo vom Hofer.

Für den einzigen Ausländer in unserem Bunde, den Nikolo vom österreichischen Aldi (Hofer), spricht, dass er einen echten Nikolaus mit Mitra und Bischofsstab darstellt. Also genau den, der auch am 6. Dezember zu den Kindern kommt - im Gegensatz zu den in Deutschland oft angebotenen rot-weißen Weihnachtsmännern. In Österreich gibt es auch seinen bösen Kollegen, den Krampus, als Schokohohlfigur zu kaufen.

Das freundliche Gesicht wie auch seine Bischofsausstattung überzeugen. Doch leider ist der Nikolo ohne Glitzergewand nicht mehr als Nikolo zu erkennen. Wir hätten uns auf der Schokofigur mehr Konturen gewünscht.

Geschmacksmäßig belegt er leider den letzten Platz. Die Schokolade riecht kaum nach derselben, schmeckt billig und besitzt kaum Schmelz. So urteilten zumindest die Testerinnen. Für unseren einzigen männlichen Tester aber ist er die absolute Nummer eins.

Der Nikolo vom Hofer:

Preis: ca. 0,99 Euro
Gewicht: 200 Gramm

Platz 6: Der Nikolaus von Friedel

Schokonikolaus: Der Friedelnikolaus hat leider nicht überzeugt.

Für den Schokoladenhersteller Rübezahl gilt: Auch er hat neben dem Weihnachtsmann einen echten Nikolaus im Angebot. Wie sein Kollege aus Österreich lacht er unter einem riesigen weißen Bart hervor - mit Bischofsstab und Mitra.

Doch kaum ist er ausgepackt, breitet sich Enttäuschung auf dem Gesicht der Kollegen aus: Keine Konturen, riecht kaum und schmeckt nur nach billiger Schokolade. Auch der Schmelz lässt zu wünschen übrig. Außerdem ist er sogar für die süßverwöhnten Redakteurinnen zu süß.

Deshalb bleibt nur Platz sechs für den lachenden Schokokandidaten.

Der Nikolaus von Friedel:

Preis: ca. 0,50 Euro
Gewicht: 60 Gramm

Platz 5: Der Helgert Weihnachtsmann

Schokonikolaus: Der Nikolaus von Helgert besticht durch seine elegante Optik.

Der einzige Kandidat aus einer Confiserie verspricht mehr, als er halten kann. Da er nicht in eine Aluhülle gepackt ist, hat er natürlich die schönsten Konturen auf seiner Schokoladenhaut, aber geschmacklich bleibt er weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Bereits beim Auspacken fällt auf, der Schokogeruch fehlt völlig. Aufgrund seiner dicken Haut knackt er beim Abbeißen zwar besonders schön, aber die Schokolade enttäuscht. Sie erinnert eher an Billigversionen und zerbröselt im Mund statt zu schmelzen.

Schade für den hübschen Weihnachtsmann!

Der Weihnachtsmann von Helgert:

Preis: ca. 1,19 Euro
Gewicht: 65 Gramm

Platz 4: Der iChoc Funky Nic

Schokonikolaus: Keiner ist cooler als der iChoc FunkyNic.

Obwohl der iChoc Funky Nic als Weihnachtsmann daher kommt, überzeugt er durch sein cooles Outfit mit Sonnenbrille und pinkem Mantel. Und statt einem Bischofsstab hält Funky Nic ein Saxophon zwischen seinen Händen. Den hätten wir alle gerne in unserem Nikolausstiefel.

Beim Geschmack sind wir uns dagegen sehr uneinig. Er variiert zwischen "schmeckt gar nicht" und "zarte Schokolade mit leckerem Schmelz". In der Summe reicht es bei ihm dann für Platz vier.

Für den iChoc spricht außerdem, dass er ökologisch korrekt hergestellt wurde, was sich allerdings auch im Preis niederschlägt.

Der iChoc Funky Nic von Vivani:
Preis: ca. 1,99 Euro
Gewicht: 65 Gramm

Platz 3: Der Nikolaus von Gepa

Schokonikolaus: Ökologisch korrekt und lecker: der Gepa-Nikolaus.

Unser zweiter Biokandidat überzeugt dagegen völlig. Lange Zeit war er ja der einzige echte Nikolaus im Regal - aber oft versteckt im Bioladen. Heute kann man ihn im gut sortierten Lebensmittelladen mit Gepa-Ecke erwerben.

Als einziger zeigt er sich im rot-gold-silbernen Gewand mit Bischofsmütze und Bischofsstab. Leider lacht er nicht ganz so freundlich wie seine Kollegen - er nimmt seine Aufgabe halt ernst.

Auch geschmacklich überzeugt der Nikolaus die meisten Testpersonen: feiner Schokoladengeschmack gepaart mit zartem Schmelz.

Der Gepa-Nikolaus ist vollgepackt mit Fairtrade- und Ökosiegeln. Für Nachhaltigkeits- und Biofreunde ist dieser Nikolaus auf jeden Fall der einzig Richtige.

Der Weihnachtsmann von Gepa:
Preis: ca. 1,69 Euro
Gewicht: 65 Gramm

Platz 1: Der Klassiker von Lindt

Schokonikolaus: Das Lindt lecker schmeckt, wussten wir schon vorher.

Den ersten Platz belegen gleich zwei der rot-goldenen Kandidaten. Der Weihnachtsmann von Lindt zeigt sich optisch einwandfrei. Es gibt sogar ein kleines goldenes Glöckchen dazu, das bei den Kindern immer gut ankommt. Auch im Adamskostüm lässt er das Wasser im Mund zusammen laufen.

Im Geschmack hat er im Blindtest zwar nicht alle hundertprozentig überzeugt, den meisten aber schmeckte die cremige Schokolade mit dem zarten Schmelz besonders gut.

Der leckere Weihnachtsmann kostet zwar deutlich mehr als die anderen, aber mit ihm im Gepäck kann man absolut nichts falsch machen.

Der Weihnachtsmann von Lindt:

Preis: ca. 2,40 Euro
Gewicht: 70 Gramm

Platz 1: Der Milka-Weihnachtsmann

Schokonikolaus: Mit Knusperflakes auf Platz eins: der Milka-Weihnachtsmann.

"Die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt" heißt es im Werbeslogan von Milka. Und so war es dann auch im Test. Wobei man zugeben muss, dass der Milka-Schokohohlkörper mit Knuspercroustis verfeinert war - und da konnten die Damen in der Redaktion nicht widerstehen und verteilten großzügig Höchstpunkte.

Aber auch die Schokolade überzeugte mit feinem Schokogeschmack und tollem Schmelz. Er hätte auch ohne Knuspertuning Platz eins verdient.

Der Knusper-Weihnachtsmann von Milka:

Preis: ca. 1,29 Euro
Gewicht: 60 Gramm