Berlin (dpa) - In Deutschland sind noch nie so viele Menschen vorzeitig in Rente gegangen wie im Jahr 2011 - trotz der damit verbundenen finanziellen Einbußen.

Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstag) unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. Demnach bezogen 2011 knapp 700.000 Menschen erstmalig Altersrente. Knapp die Hälfte von ihnen, fast 337.000, bekam nicht ihr volles Ruhegeld ausgezahlt. Der Grund: Diese Menschen arbeiteten nicht bis zur Regelaltersgrenze von damals 65 Jahren.

Ihr Anteil an allen neu hinzu gekommenen Altersrentnern lag damit bei 48,2 Prozent. 2010 waren es 47,5 Prozent gewesen, 2005 sogar nur 41,2 Prozent. Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge zum Beispiel Krankenpfleger, Erzieher oder Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor.